HARALD MELCHER

Zentrales Stylesheet (style.css)

Jedes WordPress-Theme hat ein zentrales Stylesheet in style.css. Es bestimmt die optische Darstellung der Seiteninhalte. WordPress sucht diese Datei im Stammverzeichnis des Themes.

Eigenschaften des Themes wie Name, Autor und weitere stehen in einem Kommentar am Anfang des zentralen Stylesheets. Beim Theme Twenty Nineteen sieht das folgendermaßen aus:

/* 
Theme Name: Twenty Nineteen 
Theme URI: https://github.com/WordPress/twentynineteen 
Author: the WordPress team 
Author URI: https://wordpress.org/ 
Description: A new Gutenberg-ready theme. Requires at least: WordPress 4.9.6 
Version: 1.0 
License: GNU General Public License v2 or later 
License URI: LICENSE 
Text Domain: twentynineteen 
Tags: custom-background, custom-logo, custom-menu, featured-images, threaded-comments, translation-ready
*/

Folgende Eigenschaften sind vorgesehen:

  • Theme Name
    Name des Themes – darf Leerzeichen enthalten
  • Author
    Die Autorin oder Organisation, die das Theme erstellt hat. Falls sie einen wordpress.org Benutzernamen hat, gehört er hier hin
  • Author URI
    Verweis auf die URI der Autorin oder der Organisation, die das Theme erstellt hat
  • Description
    Eine Kurzbeschreibung des Themes
  • Version
    Versionsnummer des Themes. WordPress erkennt durch Vergleich mit der Version auf wordpress.org, ob es das Theme aktualisieren sollte
  • License
    Die Art der Lizenz des Themes
  • License URI
    Veweis auf den Text der Lizenz des Themes
  • Text Domain
    Hilfestellung bei der Übersetzung von Inhalten
  • Tags
    Worte oder Phrasen, die beim Stöbern im Theme-Verzeichnis von wordpress.org dabei helfen, das Theme durch Filtern schneller zu finden
  • Domain Path
    Hilft WordPress, Übersetzungen von Theme-Texten auch dann zu finden, wenn das Theme abgeschalten ist. Voreinstellung ist /languages

WordPress Themes und Plugins automatisch aktualisieren

WordPress kann Themes und Plugins automatisch aktualisieren. Dazu fügt man an einer Stelle im Code, die auf jeden Fall ausgeführt wird, ein Filter für die Theme- oder Plugin-Updates an. Eine geeignete Stelle ist z.B. die functions.php eines Themes.

Zum Anschalten aller Theme-Aktualisierungen dient add_filter( 'auto_update_theme', '__return_true' ); und zum Anschalten der Plugin- Aktualisierungen add_filter( 'auto_update_plugin', '__return_true' );

Ausschalten kann man entsprechend mit add_filter( 'auto_update_theme', '__return_false' ); und add_filter( 'auto_update_plugin', '__return_false' );

Updates auf verlässliche Plugins begrenzen

In einer produktiven Webseite liegen im unbesehenen Update aller Themes oder Plugins auch Risiken:

  • das aktualisierte Theme könnte geänderte Voreinstellungen des bisherigen Themes überschreiben. Gerade bei “custom CSS” ist das schnell passiert
  • das aktualisierte Theme oder Plugin hat noch Fehler. Manche WordPress-Administratorinnen warten daher mit der Aktualiserung auf Erfahrungsberichte von mutigeren Kollegen
  • die WordPress-Administratorin möchte vor größeren Updates noch eine Sicherungskopie der Datenbank machen

Folgendes Code-Schnipsel begrenzt die Plugin-Updates auf die relativ stabilen Plugins akismet und buddypress:

function auto_update_specific_plugins ( $update, $item ) {
    // Die "guten" Plugins
    $plugins = array ( 
        'akismet',
        'buddypress',
    );
    if ( in_array( $item->slug, $plugins ) ) {
        return true; // Die Guten immer updaten
    } else {
        // Wir wollen nicht updaten,
        // verwenden normale API Antwort
        return $update;
    }
}
add_filter( 'auto_update_plugin', 
    'auto_update_specific_plugins', 10, 2 );